Evolutionspädagogik

Neurons network in human brain. Digital illustration.Die Evolutionspädagogik ist ein bewährtes Konzept, neurologische Blockaden, die uns am erfolgreichen Lernen hindern, zu erkennen und abzubauen.

Sie betrachtet die sieben Entwicklungsstufen des Gehirns; ein Prozess, den jeder Mensch während seiner ersten Lebensjahre organisch und motorisch durchläuft. Wird eine Stufe nicht genügend erfahren und durchlebt, wirkt sich dies auf die Vernetzung unseres Gehirns aus. Es können Blockaden entstehen. Kennzeichen einer Blockade ist, dass man in einem bestimmten Verhaltensmuster feststeckt und keine neuen Strategien entwickeln kann.

Neurologen haben herausgefunden, dass unser Gehirn ein Leben lang formbar ist, und dass sich durch Bewegung das gesamte Netzwerk im Gehirn bildet. Wichtig für die Evolutionspädagogik ist dabei die Erkenntnis, dass Bewegungsmuster und emotionale Kompetenzen im Gehirn nachintegriert und neue Leitungsbahnen (synaptische Verbindungen) gelegt werden können.

Deshalb interpretieren wir Verhalten und Lernprobleme nicht mehr, sondern sehen diese vielmehr als Resultat unzureichender Gehirnvernetzung und neurologischer Blockaden.

Die Evolutionspädagogik wurde 1990 von Ludwig Koneberg am Institut für praktische Pädagogik in München entwickelt. Es beruht darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Gehirnforschung in die Praxis umzusetzen.